Massnahmen zur Kostendämpfung - Paket 2

Pro-salute.ch begrüsst die Bemühungen des Bundesrates, die Entwicklung der Kosten für Leistungen zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) einzudämmen und auf diese Weise den Anstieg der Prämien zu begrenzen. Die Krankenkassenprämien sind seit der Einführung des KVG enorm angestiegen, eine Trendwende zeichnet sich nicht ab. Zusätzlich werden die Versicherten in der Schweiz im Vergleich mit den OECD-Ländern mit einer rekordhohen Kostenbeteiligung (Franchise, Selbstbehalt, usw.) belastet. Die für die Prämienverbilligung zur Verfügung stehenden Mittel reichen zudem bei weitem nicht aus, um diese enorme finanzielle Belastung abzufedern. 

Im Rahmen der Sparbemühungen muss jedoch sichergestellt werden, dass die Versorgungsqualität und die Patientensicherheit durch die kostendämpfenden Massnahmen nicht beeinträchtigt werden sowie die Chancen- und Zugangsgerechtigkeit gewahrt wird. In der Diskussion zur Kostendämpfung sind dementsprechend nicht nur die Reduktion der Kosten, sondern zwingend auch die Erhaltung und wenn möglich Steigerung der Versorgungsqualität und der Patientensicherheit sicherzustellen. 


Wir sehen in einigen der vorliegenden Massnahmen Potenzial, sich positiv auf die Kostenentwicklung und die Qualität der Leistungen auszuwirken. Zentral ist aus unserer Sicht, dass die drei Massnahmen Erstberatungsstelle, Netzwerke der koordinierten Versorgung und Patientenprogramme ihre Wirkung ausschliesslich erzeugen können, wenn sie gemeinsam umgesetzt werden. Diese Massnahmen sind somit nicht isoliert voneinander zu betrachten.